Die Dreieinige Kraft des Christus

Liebe - Macht - Bewußtsein
Unter der Dreieinigen Kraft des Christus verstehe ich Bewusstsein (Zugang zum Geist Gottes), Liebe (Zugang zur bedingungslosen Liebe Gottes) und Macht (Zugang zur allumfassenden Macht bzw. Schöpferkraft Gottes). Einfacher erklärt geht es um Denken, Fühlen und Handeln. Es sind drei vollkommen verschiedene Ebenen und doch bin ich ein Mensch in dem all diese drei existieren.

Dreifaltigkeit bedeutet für mich in der Selbstbestimmung, dass ich den Mut habe, einfach nur ich selbst zu sein, die Vielfalt meiner eigenen Gefühle annehme und den Impulsen meines Herzens folge, also einfach gesagt, dass ich mein Herz für mich selbst öffne.

In der Hingabe bedeutet es, dass ich den Mut habe, mich zu verändern, mich zu versöhnen und dem Leben zu vertrauen, ebenfalls einfach gesagt bedeutet es, dass ich mein Herz auch dem Leben (dem Geist, der Liebe und der Macht Gottes) öffne.

Kommen jeweils diese drei Kräfte der Hingabe oder der Selbstbestimmung in einem Augenblick zusammen, gehen sie in Resonanz miteinander, d.h. es geschieht Ausdehnung - das Innerste offenbart sich und dehnt sich aus, wie eine Sonne. Ich könnte wohl auch sagen, dass ich dann erst beginne, wirklich zu leben, weil nämlich dann erst mein Herz wirklich offen ist, für mich selbst oder auch für das Leben.

Für mich ist das Ziel im Leben, diese Kräfte immer wieder in Resonanz zu bringen, immer mehr wachsen zu lassen. Wie oft ich dies erlebe, spielt für mich keine Rolle, sondern nur, wie sehr ich dadurch wachse, also wie sehr ich erlaube, dass dadurch ein Feuer in mir entfacht wird. Dieses Feuer des Charisma ist für mich die Lebendigkeit, die entsteht, wenn ich diesen Qualitäten erlaube, sich in mir mehr und mehr zu entwickeln. Aus meiner Sicht entsteht dann echter Mut und echte Hingabe an das Leben.

Und für diese Kräfte bedarf es weder irgendwelcher perfekt erlernter Techniken, noch braucht es ein festgelegtes Ziel, das es zu erreichen gilt. Für diesen Weg braucht es lediglich viel Mut zur Selbstverantwortung. Für mich persönlich war es einfach nur eine andere Richtung, die ich in meinem Leben eingeschlagen hatte.

Ja, es geht gar nicht darum etwas perfekt zu können, sondern darum, etwas lernen zu wollen und ich brauche natürlich Mut, dieses innere Feuer der Unangepaßtheit zu leben und eine "Innere Revolution anzuzetteln". Ganz sicher war ich am Anfang Gottes größter Feigling, weil Angst und die Vermeidung von ihr, mein ganzes Leben beinhaltete. Dennoch habe ich begonnen Mut, Barmherzigkeit, Selbstverantwortung und noch viele wunderbare Qualitäten zu entwickeln, einfach weil ich mich einfach darauf einließ, und den einzigen Mut, den ich anfangs hatte, war der, dass ich mich oder mein Leben in Gottes Hände legte. Und Alles was ich weis, was ich hier präsentiere, was ich jemals vermitteln durfte, habe ich durch Gott bekommen, in mir und außerhalb von mir! - Deshalb bin ich auch der festen Überzeugung, dass dies alles jeder bekommen, begreifen, lernen kann!

"Wenn ich die Vermeidung meiner Individualität, meiner wahren Gefühle, meines echten Charismas, als Ursache meiner Probleme erkenne,

und mein Ego als Vermeidungsverwalter und Arrangeur von Verhaltensweisen begreife, die mich alle von mir selbst immer weiter wegbringen,

lerne ich einerseits, mein Ego zu überwinden,

und andererseits, mich der Gegenwart und Hilfe von Gott wieder zu öffnen."

Bevor sich die Quelle des Lebens selbst in mir offenbart - von dem ich glaube, dass dies die Bestimmung eines jeden Menschen ist - muss ich zuerst zu einem Kanal werden. Ich erlebe das über viele Formen der Meditation genauso wie in der ehrlichen Zwiesprache mit Gott.

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Um all meine hellen und dunklen Seiten zu erkennen und anzuschauen, sie zum Teil loslassen und zum Teil heilen und integrieren zu können, brauche ich ein gewisses Energieniveau. Oftmals habe ich nicht die Kraft, meine hellen und dunklen Seiten anzuschauen, weil mein energetisches Niveau der Selbstliebe so gering ist, so daß ich lieber meine hemmenden Verhaltensweisen beibehalte, um weiterhin über sie Energie, wenn auch negative und schmerzhafte, zu bekommen, denn auch Unangehmes lässt sich schnell verdrängen, wenn man es so gelernt hat. Oder anders gesagt ist es doch oft so, dass ich für ein bisschen Liebe, fast alles tu - Nur weil ich nie gelernt habe, die Liebe in mir selbst zu finden!

Wenn mein Energieniveau hoch ist, zum Beispiel, weil ich verliebt bin oder etwas Wunderbares erlebt habe, fühle ich mich beschützt und geführt. Sinkt jedoch das Energieniveau rapide ab, zum Beispiel durch einen Unglücksfall oder eine schlimme Enttäuschung, fühle ich mich von Gott verlassen.

Je mehr ich in meinem Leben beginne, mich selbst zu lieben und die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen (Selbstliebe = Selbstverantwortung), desto weniger werde ich durch scheinbar "schöne Worte" euphorisch oder durch die Negativität eines anderen depressiv oder verbittert. Mehr und mehr erkenne ich, dass ich wirklich ein Kind Gottes bin und, dass es nicht Gott, sein Wille oder das Leben ist, die mich strafen, sondern Menschen, die selbst nicht gelernt haben, was Liebe ist. Immer wenn ich das erkenne, wächst in mir dadurch das Mitgefühl für diese Menschen. Die Angst vor ihnen dagegen schwindet immer mehr und auch mein Vertrauen in das Leben wird dadurch immer größer.

Es ist mein Umgang und meine Verhaltensweisen, die sich immer wieder in meinem Leben ändern und und mein wahres Wesen, das sich dadurch mehr und mehr offenbart. Es wächst eine Kraft und Intensität in mir, die durch meine Individualität und durch meine persönliche Beziehung zu Gott entsteht und mich dadurch teilhaben läßt an vielen Wundern des Lebens, die für jeden möglich sind, der sich dafür öffnet.

Von Herzen,

Heliamus Raimund